Veröffentlicht am Mai 18, 2024

Ein Vermögen von 500.000 CHF ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren Strategie, die auf drei unumstösslichen Säulen beruht.

  • Die Vermeidung von hohen Gebühren („Kostenfresser“) ist wichtiger als die Jagd nach der höchsten Rendite.
  • Ein früher Start mit automatisierten Beiträgen schlägt hohe Einzahlungen zu einem späteren Zeitpunkt dank der Macht des Zinseszinses.
  • Eine hohe Aktienquote ist langfristig der entscheidende Motor für den Vermögensaufbau und den Schutz vor Inflation.

Empfehlung: Beginnen Sie heute als Vermögensarchitekt Ihrer Zukunft und setzen Sie den ersten, entscheidenden Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit.

Stellen Sie sich einen Moment lang finanzielle Freiheit vor. Nicht den Traum vom schnellen Lottogewinn, sondern eine solide, greifbare Realität, die Sie selbst erschaffen haben. Ein Vermögen von 500.000 Schweizer Franken – diese Zahl scheint für viele junge Erwachsene in der Schweiz wie ein unerreichbarer Gipfel. Man hört die üblichen Ratschläge: „Früh anfangen“, „Geld auf die Seite legen“, „in die Säule 3a einzahlen“. Diese Tipps sind zwar richtig, aber sie sind wie einzelne Werkzeuge ohne Bauplan. Sie erklären das „Was“, aber nicht das „Wie“ und schon gar nicht das „Warum“.

Die Wahrheit ist, dass der Aufbau eines solchen Vermögens weniger mit der Höhe Ihres Einkommens zu tun hat, als Sie vielleicht denken. Es geht vielmehr um das Verständnis und die Anwendung einiger fundamentaler Prinzipien, die oft im Verborgenen wirken. Es geht um die unerbittliche Macht des Zinseszinses, die heimtückische Erosion durch versteckte Kosten und die psychologische Kraft der Automatisierung. Was wäre, wenn ich Ihnen sage, dass der wahre Schlüssel nicht im passiven „Sparen“, sondern im aktiven, strategischen „Aufbauen“ liegt? Dass Sie nicht nur ein Sparer, sondern der Architekt Ihrer eigenen finanziellen Zukunft sein können.

Dieser Artikel gibt Ihnen den Bauplan an die Hand. Wir werden die Mythen des traditionellen Sparens entlarven und Ihnen eine klare, auf die Schweizer Verhältnisse zugeschnittene Strategie aufzeigen. Wir werden nicht an der Oberfläche kratzen, sondern tief in die Mechanismen eintauchen, die aus kleinen, regelmässigen Beiträgen über die Zeit ein stattliches Vermögen formen. Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre Denkweise über Geld für immer zu verändern.

Um diese Vision in die Realität umzusetzen, haben wir diesen Leitfaden in acht logische Schritte unterteilt. Jeder Abschnitt baut auf dem vorherigen auf und führt Sie zielsicher durch den Prozess, vom grundlegenden Verständnis bis zur konkreten Umsetzung.

Warum kosten Sie 1% höhere Verwaltungskosten über 30 Jahre einen Kleinwagen?

Ein Prozentpunkt höhere Verwaltungskosten können Sie über einen Anlagehorizont von 30 Jahren tatsächlich den Wert eines brandneuen Kleinwagens kosten. Der Grund dafür ist so einfach wie brutal: Der Zinseszinseffekt, Ihr mächtigster Verbündeter beim Vermögensaufbau, arbeitet bei hohen Gebühren gnadenlos gegen Sie. Diese Gebühren, oft als TER (Total Expense Ratio) ausgewiesen, werden jährlich von Ihrem gesamten Anlagevermögen abgezogen – nicht nur von den Gewinnen. Sie sind die unsichtbaren Kostenfresser, die Ihre Rendite Jahr für Jahr schmälern.

Stellen Sie sich zwei identische Portfolios vor. Das eine hat Kosten von 0.5%, das andere von 1.5%. In den ersten Jahren scheint der Unterschied vernachlässigbar. Doch über Jahrzehnte entfaltet sich eine dramatische Schere: Die eingesparten Gebühren des günstigeren Portfolios werden reinvestiert und erwirtschaften selbst wieder Rendite. Eine aktuelle Analyse von Schweizer 3a-Anbietern zeigt, wie gross die Kluft sein kann. Die Gesamtkosten reichen von nur 0.4% bei günstigen Anbietern bis zu 1.58% pro Jahr bei den teuersten. Dieser Unterschied entscheidet darüber, ob am Ende zehntausende Franken mehr oder weniger auf Ihrem Konto sind.

Visualisierung der Vermögensverluste durch hohe Verwaltungskosten über 30 Jahre, dargestellt durch zwei unterschiedlich hohe Münzstapel mit einem Spielzeugauto dazwischen.

Die Wahl des Anbieters ist somit kein Nebenschauplatz, sondern eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen auf Ihrem Weg zum Vermögen. Es ist der erste und einfachste Hebel, den Sie betätigen können, um sicherzustellen, dass das Geld in Ihrer Tasche bleibt und für Sie arbeitet, anstatt still und leise an den Anbieter zu fliessen. Jeder Franken, den Sie an Gebühren sparen, ist ein Franken, der sich für Sie vermehren kann.

Wie passen Sie Ihr Risiko an, wenn Sie noch 20 Jahre bis zur Rente haben?

Mit einem Anlagehorizont von 20 Jahren oder mehr passen Sie Ihr Risiko optimal an, indem Sie bewusst eine hohe Aktienquote von 80% oder mehr wählen. Dies mag kontraintuitiv klingen, aber Zeit ist Ihr grösster Trumpf. Sie ermöglicht es Ihnen, kurz- bis mittelfristige Marktschwankungen nicht nur auszuhalten, sondern zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Historisch gesehen haben Aktien langfristig die höchsten Renditen erzielt, und ein langer Horizont gibt Ihnen die nötige Gelassenheit, um Bärenmärkte auszusitzen und von den darauffolgenden Erholungen zu profitieren.

Moderne Vorsorgelösungen bieten oft „Lifecycle-Strategien“, die das Risiko automatisch reduzieren, je näher Sie der Pensionierung kommen. In jungen Jahren sollten Sie jedoch die volle Kraft des Aktienmarktes für sich nutzen. Es geht darum, ein kalkuliertes Risiko einzugehen, das zu Ihrem Zeithorizont passt. Ein zu konservativer Ansatz in jungen Jahren ist oft das grössere Risiko, da Sie auf enorme Wachstumschancen verzichten und die Inflation Ihre Ersparnisse langsam auffrisst.

Die potenziellen Erträge, die mit einer höheren Aktienquote einhergehen, sind erheblich, wie die Performance-Zahlen der letzten Jahre belegen. Die folgende Tabelle, basierend auf einer umfassenden Analyse von Vorsorgefonds, zeigt den klaren Zusammenhang zwischen Aktienanteil und langfristiger Performance.

Rendite-Risiko-Vergleich nach Aktienanteil
Aktienanteil Performance 3 Jahre Performance 5 Jahre Risikostufe
Hoch (>60%) 15.01% 18.6% Höher
Mittel (40-60%) 10-12% 12-15% Moderat
Tief (<40%) 5-8% 6-10% Konservativ

Die Daten sprechen eine klare Sprache: Wer langfristig denkt und bereit ist, ein höheres, aber kalkuliertes Risiko einzugehen, wird mit deutlich höheren Renditen belohnt. Dies ist kein Glücksspiel, sondern die logische Konsequenz, dem Kapital Zeit zu geben, um am globalen Wirtschaftswachstum zu partizipieren.

Dauerauftrag am Lohntag: Warum schlägt der Automatismus jede Willenskraft?

Der Automatismus eines Dauerauftrags schlägt jede noch so starke Willenskraft, weil er die emotionalste und fehleranfälligste Komponente aus dem Sparprozess entfernt: Sie selbst. Indem Sie einen Dauerauftrag einrichten, der kurz nach Ihrem Lohneingang ausgeführt wird, treffen Sie eine einzige, rationale Entscheidung, die sich dann Monat für Monat selbst ausführt. Sie müssen nicht jeden Monat aufs Neue die Disziplin aufbringen, Geld zu überweisen oder der Versuchung widerstehen, es für Konsum auszugeben. Sie „bezahlen sich selbst zuerst“, und der Rest passt sich an.

Dieses Prinzip, bekannt als „Pay Yourself First“, ist ein Eckpfeiler des persönlichen Finanzmanagements. Es verwandelt den Vermögensaufbau von einer aktiven, willenskraftraubenden Anstrengung in einen passiven, mühelosen Prozess. Ihr Autopilot-Vermögen wächst im Hintergrund, ohne dass Sie ihm ständige Aufmerksamkeit schenken müssen. Dies befreit mentale Kapazitäten und schützt Sie vor emotionalen Entscheidungen, wie dem Aussetzen von Einzahlungen in einem Börsentief – genau dann, wenn die Anteile am günstigsten wären.

Die Einrichtung ist denkbar einfach und in jedem E-Banking-System möglich. Der entscheidende Punkt ist das Timing: Legen Sie die Ausführung auf den Tag Ihres Lohneingangs oder den Tag danach. So wird das Geld abgebucht, bevor es mental als „verfügbar“ für andere Ausgaben verbucht wird. Es ist ein einfacher psychologischer Trick mit gewaltiger Wirkung. Während Willenskraft eine endliche Ressource ist, die im Laufe des Tages und unter Stress abnimmt, ist ein automatisierter Prozess unermüdlich und absolut zuverlässig. Er ist Ihr treuester Mitarbeiter auf dem Weg zur finanziellen Freiheit.

Fonds oder Sparkonto: Was schützt Ihre Kaufkraft in den nächsten 10 Jahren wirklich?

In den nächsten zehn Jahren wird nur eine anlage in Wertschriftenfonds Ihre Kaufkraft wirklich schützen und vermehren. Ein Sparkonto mag sich sicher anfühlen, ist aber in Wahrheit eine Garantie für einen schleichenden Vermögensverlust. Der Grund dafür ist die Kaufkraft-Erosion durch die Inflation. Wenn die Inflationsrate höher ist als der Zins, den Sie auf Ihrem Sparkonto erhalten – was in der Regel der Fall ist –, verliert Ihr Geld jedes Jahr an Wert. Sie können sich für die gleiche Menge an Franken in Zukunft weniger kaufen.

Wertschriftenfonds, insbesondere solche mit einem hohen Aktienanteil, sind hingegen ein echter Motor für Vermögenswachstum. Sie investieren in reale Werte – Unternehmen, die Produkte herstellen, Dienstleistungen anbieten und Gewinne erwirtschaften. Langfristig wachsen die Gewinne und Werte dieser Unternehmen tendenziell stärker als die Inflationsrate. Ihr Geld ist also nicht nur vor der Entwertung geschützt, sondern es arbeitet aktiv für Sie und vermehrt sich. Der Unterschied, den dies über die Jahre ausmacht, ist gewaltig.

Eine Analyse des Vermögenszentrums (VZ) verdeutlicht dies eindrücklich: Eine Person, die seit 1995 jährlich den Maximalbetrag in eine 3a-Lösung mit 40% Aktien investiert hat, erzielte einen erheblichen Mehrertrag. Im Vergleich zu einer reinen Kontolösung belief sich der Unterschied auf eine beeindruckende Summe, die die Macht von Aktienanlagen unterstreicht. Die VZ-Analyse zeigt einen Mehrertrag von CHF 82’888 mit einem Aktienanteil von nur 40% gegenüber dem Sparkonto. Stellen Sie sich das Potenzial bei einer noch höheren Aktienquote vor! Das Sparkonto ist ein Parkplatz für Geld, das Sie kurzfristig benötigen. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist es jedoch der falsche Weg.

Der Fehler, Ausschüttungen zu verkonsumieren, statt sie arbeiten zu lassen

Der grösste Fehler, den ein langfristiger Investor machen kann, ist, die erhaltenen Ausschüttungen – wie Dividenden oder Zinserträge – zu verkonsumieren, anstatt sie sofort wieder zu investieren. Dies unterbricht den heiligsten Prozess des Vermögensaufbaus: den Zinseszinseffekt in seiner reinsten Form. Wenn Sie Ausschüttungen reinvestieren (thesaurieren), kaufen Sie neue Anteile, die in Zukunft ebenfalls wieder Ausschüttungen generieren. Es ist, als ob Ihre Geld-Armee nicht nur kämpft, sondern auch ständig neue Soldaten rekrutiert, die sofort mitkämpfen. Diese Kraft ist eine Art finanzielle Schwerkraft, die Ihr Vermögen mit zunehmender Masse immer schneller anwachsen lässt.

Die meisten modernen Vorsorgefonds in der Schweiz sind thesaurierend, das heisst, sie reinvestieren die Erträge automatisch für Sie. Das ist ein enormer Vorteil, den Sie sich bewusst machen sollten. Sie müssen nichts tun, der Prozess läuft im Hintergrund und beschleunigt Ihr Wachstum exponentiell. Wer hingegen in ausschüttende Fonds investiert und das Geld dann für einen Urlaub oder ein neues Gadget ausgibt, sägt am Ast, auf dem er sitzt. Er entzieht seinem zukünftigen Ich Kapital, das sich über Jahrzehnte hätte vervielfachen können.

Simulation: Reinvestition vs. Konsum

Eine einfache Simulation zeigt die dramatischen Auswirkungen. Bei einer Einzahlung von CHF 100’000 über 20 Jahre in eine Aktienstrategie kann ein Zuwachs von rund CHF 70’000 erzielt werden. Dieser beeindruckende Zuwachs ist jedoch fast ausschliesslich auf den Effekt der reinvestierten Erträge zurückzuführen. Ohne die Reinvestition würde das Wachstum stagnieren und nur einen Bruchteil dieses Wertes erreichen. Der Zinseszinseffekt ist kein Bonus, er ist das Herzstück der Strategie.

Jede ausgeschüttete und nicht reinvestierte Dividende ist eine verpasste Chance, den Schneeball grösser und schneller zu machen. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist es daher essenziell, eine Struktur zu wählen, in der die Erträge für Sie weiterarbeiten und nicht als verlockendes Taschengeld auf Ihrem Konto landen.

Warum bringt eine Aktienquote von 40% langfristig zehntausende Franken mehr?

Eine Aktienquote von nur 40% anstelle von null bringt langfristig zehntausende Franken mehr, weil Sie damit beginnen, vom grössten Wachstumsmotor der Weltwirtschaft zu profitieren, anstatt nur zuzusehen. Selbst dieser moderate Schritt weg von einem reinen Zinskonto bedeutet, dass ein signifikanter Teil Ihres Geldes nicht mehr nur stagniert, sondern aktiv in den produktiven Kapitalstock von Unternehmen investiert ist. Es ist der Übergang vom reinen Sparer zum Investor, der an Innovation, Produktivität und globalem Wachstum partizipiert.

Doch die wahre Magie entfaltet sich, wenn man diesen Anteil weiter erhöht. Warum sich mit 40% begnügen, wenn der Zeithorizont eine deutlich höhere Quote erlaubt? Moderne, digitale Anbieter haben dies erkannt und bieten Strategien mit Aktienquoten von bis zu 97% an. Der Performance-Unterschied zu traditionellen Bankprodukten ist oft frappierend. Dies liegt nicht nur an der höheren Aktienquote, sondern auch an den deutlich niedrigeren Kosten. Wie ein Branchenexperte treffend bemerkt, ist die Wahl des richtigen Produkts entscheidend:

Die Produkte von Viac und Frankly glänzen im Renditecheck. Selbst die Anlagestrategie von Viac mit einer Aktienquote von 20% übertrifft deutlich das Produkt der AKB mit einer Aktienquote von 45 Prozent.

– digitalmedia.ch, Säule 3a-Fonds im Gebührenvergleich Herbst 2023

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich moderne Anbieter im Vergleich zu traditionelleren Ansätzen positionieren. Die Kombination aus hoher Aktienquote und tiefen Kosten ist der Schlüssel zu überdurchschnittlicher Performance.

Anbietervergleich: Hohe Aktienquote als Renditeturbo
Anbieter Aktienquote Kosten p.a. Rendite 5J (ca.)
VIAC Global 100 97% 0.55% >15%
frankly Extreme 95 95% 0.43% >14%
Traditionelle Bank (Beispiel) 40-60% >1.2% 8-12%

Eine Aktienquote von 40% ist ein guter Anfang. Aber als junger, langfristig orientierter Vermögensarchitekt sollten Sie sich fragen: Warum nicht das volle Potenzial ausschöpfen, das Ihr Anlagehorizont Ihnen bietet?

Warum ist der frühe Start mit der Säule 3a wichtiger als die Höhe der Einzahlung?

Ein früher Start mit der Säule 3a, selbst mit kleinen Beträgen, ist wichtiger als hohe Einzahlungen zu einem späteren Zeitpunkt, weil er dem Zinseszinseffekt das wertvollste Gut gibt, das es gibt: Zeit. Jeder Franken, den Sie mit 25 einzahlen, hat 40 Jahre Zeit, um für Sie zu arbeiten, sich zu vermehren und selbst wieder „Nachwuchs“ in Form von Renditen zu zeugen. Ein Franken, der erst mit 35 eingezahlt wird, hat zehn Jahre weniger Zeit für diesen exponentiellen Wachstumsprozess.

Stellen Sie sich zwei Personen vor: Anna und Beat. Anna beginnt mit 25 Jahren und zahlt 10 Jahre lang jährlich 3’000 CHF ein (total 30’000 CHF). Danach stoppt sie die Einzahlungen und lässt das Geld einfach nur arbeiten. Beat beginnt erst mit 35 Jahren, zahlt aber dafür 30 Jahre lang bis zur Pensionierung mit 65 jedes Jahr 3’000 CHF ein (total 90’000 CHF). Bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 6% pro Jahr wird Anna am Ende trotzdem mehr Vermögen haben als Beat. Annas frühe Einzahlungen hatten einfach mehr Zeit, sich zu entfalten. Das ist keine Magie, das ist Mathematik.

Deshalb ist der grösste Fehler, den junge Erwachsene machen, zu denken: „Ich warte, bis ich mehr verdiene, und zahle dann den Maximalbetrag ein.“ Falsch! Fangen Sie heute an, auch wenn es nur 50 oder 100 CHF im Monat sind. Der Betrag ist anfangs sekundär. Wichtig ist, den Prozess zu starten und die Zeit für sich arbeiten zu lassen. Sie können die Beiträge später immer noch erhöhen. Denken Sie daran, dass der aktuell maximal zulässige Betrag für Angestellte hoch ist, aber es ist nicht notwendig, diesen von Anfang an zu erreichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kosten sind der grösste Feind Ihrer Rendite. Wählen Sie Anbieter mit tiefen Gebühren (TER unter 0.5%).
  • Zeit ist Ihr mächtigster Verbündeter. Ein früher Start ist wichtiger als die Höhe des Startbetrags.
  • Automatisierung schlägt Disziplin. Richten Sie einen Dauerauftrag direkt nach Lohneingang ein.

Wie holen Sie mehr aus Ihrer 3. Säule heraus, indem Sie auf Aktien statt auf Zinsen setzen?

Sie holen mehr aus Ihrer 3. Säule heraus, indem Sie sie nicht als reines Steuersparinstrument, sondern als das behandeln, was sie sein kann: ein leistungsstarker Motor für Ihren langfristigen Vermögensaufbau. Der Wechsel von einem zinsbasierten Kontomodell zu einer wertschriftenbasierten Lösung mit hohem Aktienanteil ist der entscheidende Schritt, um das volle Potenzial freizusetzen. Während das Konto stagniert und von der Inflation aufgefressen wird, partizipiert die Aktienlösung am globalen Wirtschaftswachstum.

Die Umsetzung dieser Strategie ist heute einfacher als je zuvor, insbesondere dank digitaler Anbieter, die kostengünstige und hochflexible Lösungen anbieten. Wie ein erfahrener Anleger berichtet, ist die Kombination aus niedrigen Kosten und hoher Aktienquote der Schlüssel:

Ich nutze derzeit zwei Anbieter: frankly von der Zürcher Kantonalbank und VIAC. Mit meinen 36 Jahren habe ich einen langen Anlagehorizont. Bei frankly ist mein Vermögen zu 95%, bei VIAC zu 97% in ETFs investiert.

– Erfahrung eines Anlegers, auswanderluchs.ch

Diese Aussage eines echten Nutzers zeigt: Der mutige Schritt zu einer hohen Aktienquote ist kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Praxis erfolgreicher Vermögensarchitekten. Sie haben verstanden, dass das wahre Risiko nicht in den Marktschwankungen liegt, sondern darin, über Jahrzehnte auf das Wachstumspotenzial von Aktien zu verzichten. Werden Sie vom passiven Sparer zum aktiven Gestalter.

Ihr Aktionsplan für maximale Rendite in der Säule 3a

  1. Anbieterwahl: Vergleichen Sie die Gesamtkosten (TER) und wählen Sie eine passive Wertschriftenlösung mit ETFs und Indexfonds.
  2. Strukturierung: Eröffnen Sie im Laufe der Zeit mehrere 3a-Konten (bis zu fünf), um später einen gestaffelten Bezug zu ermöglichen und die Steuerprogression zu brechen.
  3. Maximierung: Richten Sie einen Dauerauftrag ein und versuchen Sie, den jährlichen Maximalbetrag auszuschöpfen, um den vollen Steuervorteil zu nutzen.
  4. Strategie-Check: Wählen Sie eine Anlagestrategie mit der höchsten, für Sie passenden Aktienquote und bleiben Sie dabei, auch wenn die Märkte turbulent sind.
  5. Planung der Auszahlung: Planen Sie frühzeitig die Auszahlungsphase. Denken Sie daran, dass Sie bei Pensionierung die Wertschriften auch in Ihr privates Depot übertragen können, statt sie zu verkaufen.

Sie halten nun den Bauplan in den Händen. Sie kennen die Hebel – Kosten, Zeit, Automatisierung, Aktienquote und Reinvestition. Sie haben gesehen, dass das Ziel von 500.000 CHF keine Fantasie ist, sondern das logische Ergebnis einer konsequent umgesetzten Strategie.

Der Weg zu 500.000 CHF beginnt nicht morgen, sondern mit der Entscheidung, die Sie heute treffen. Eröffnen Sie Ihr 3a-Wertschriftenkonto, richten Sie Ihren Dauerauftrag ein und werden Sie zum Architekten Ihrer finanziellen Zukunft.

Geschrieben von Thomas Aebischer, Unabhängiger Finanzplaner mit eidg. Fachausweis und Experte für private Vorsorge. Über 20 Jahre Erfahrung in der Banken- und Versicherungswelt mit Fokus auf Säule 3a und Steueroptimierung.